Donnerstag, 8. Januar 2015

Scrappish <-> Deutsch

Als ich letztes Jahr mit dem Kartenbasteln angefangen und im Netz dazu recherchiert habe, bin ich auf Foren, Blogs und Bastelshopseiten ständig auf die englischen (und D-englischen) Scrapbookbegriffe gestoßen und habe nur Bahnhof verstanden. 

Bei uns sagt man: 

Des san alls bäihmische Deärfa für mi


Mit der Zeit, mit dem Wörterbuch und mit vielem Googeln habe ich die Vokabeln dieser Bastelsprache einigermaßen gelernt. Manches ist mir aber immer noch nicht ganz klar oder sogar schleierhaft.
Hilfreich waren ein paar nette Menschen, die auf ihren Internetseiten die Begriffe gelistet und erklärt haben. Ich weiß leider nicht mehr, wo und wie ich diese Listen entdeckt habe, daher kann ich nur ein allgemeines "Danke!" ins World Wide Web rufen.
Ich kann mich aber noch erinnern, dass ich nicht viele solcher Übersichten gefunden habe. (Was hoffentlich nicht an mangelndem Suchkönnen liegt!? :-/) Jedenfalls möchte ich hier meine gelernten Vokabeln auflisten, damit andere Absolute Beginners eine weitere Möglichkeit zum Nachschauen haben und nicht gar so viel nachforschen müssen wie ich.

Anmerkung: Die Liste ist sicher erweiterbar. Sollte euch ein Begriff fehlen, dann schreibt mir bitte. Und wenn ihr auf unklare oder falsche Erklärungen stoßt, schreibt mir bitte auch. 
'':
Zeichen für → Inch
Background:
Hintergrund
Border:
Bordüre, Borte, Rand
Brads:
kleine Musterklammern
Canvas:
Leinen, Segeltuch, bzw. Leinwandstruktur
Cardstock:
Bastelkarton, zwischen 190 und 240 g/m², glatt oder strukturiert, üblicherweise einfarbig im Unterschied zu Designpapier/Musterpapier
Chalk:
Kreide
Chevron:
Fischgrät-, also Zickzackmuster
Chipboard:
eigentlich Spanplatte; was ich aber bisher gesehen habe, war aus Vollpappe
Clear Stamp:
durchsichtiger unmontierter Silikonstempel, auf Acrylblock zu verwenden
Cling Stamp:
Gummistempel ohne Holz, auf Acrylblock zu verwenden
Corrugated Paper:
Wellpappe
Die:
Stanzschablone für eine Präge- und Stanzmaschine wie Sizzix, CuttleBug o.ä.
Die-cuts:
fertig ausgestanzte Formen
Distressen:
auf alt oder schäbig machen
Doily:
Zierdeckchen, Tortenspitze
Easel:
Staffelei
Edge:
Rand, Kante, Ecke
Embellishments:
jeglicher Schnickschnack zum Verzieren
Embossing:
Prägen; kann ganz herkömmlich mit Prickelnadel sein, beim Scrapbooking sind aber eher zwei weitere Techniken gemeint: entweder mit einer Prägeschablone (Embossing Folder) und einer Maschine oder das sog. → Heat-Embossing
Eyelets:
Ösen
Fabric:
Stoff
Fade-resistent:
Wischfest
Foam:
Schaumstoff
Folder:
wörtlich Ordner oder Mappe; Klappdeckel
Frame:
Rahmen
Glue:
Klebstoff
Grid:
Gitter, Raster
Heat-Embossing:
Spezielles Embossing-Pulver, manchmal auch Sternenstaub genannt, wird mit Hilfe eines Klebe-Mediums auf eine Oberfläche aufgetragen und zum Schmelzen gebracht, wodurch es auf dem Papier o.ä. fixiert wird. Das Ergebnis sind leicht erhöhte Konturen oder Formen, die wie geprägtes Papier wirken.
Inken:
die Ränder eines Stück Papiers mit Stempeltinte wischen
Inch:
(dt.: Zoll) angloamerikanische Maßeinheit; 1 Inch entspricht 2,54 cm; Scrapbookpapiere sind oft 12'' (~30,5 cm), 8'' (~ 20,3 cm) oder 6'' (~ 15,2 cm) lang/breit
Journal:
Tagebuch; Protokoll- oder Berichtsheft
Label:
Etikett, Schildchen
Lace:
Spitze
Layer:
Lage, Schicht, Ebene
Ledger:
wörtl. Wirtschaftsbuch; bei Scrapbooking-Produkten geht es hauptsächlich um linierte und karierte Muster aus dem Buchführungsbereich
Mica:
Glimmerplättchen
Mask:
s. → Stencil
Matten:
von engl. mat = Unterlage; zusätzlich zu einer Form wie z.B. einem Herz wird dasselbe Motiv etwas größer ausgeschnitten und darunter geklebt. Oder man hat bereits → nested Formen. So wirkt das Motiv wie gerahmt und wird durch unterschiedliche Farben hervorgehoben.
Nested:
geschachtelt; ein Set aus Formen des gleichen Motivs in verschiedenen Größen, welche perfekt aufeinander abgestimmt sind. Diese braucht man zum → Matten.
Opaque:
opak; lichtundurchlässig, deckend
Overlay:
Auflegemaske, ergänzt Motiv, Muster oder Farbe der Lage darunter
Paper Stack:
verschiedene Papiere als Pack oder Block
Patterned Paper:
gemustertes Papier
Pimpen:
aufmotzen, aufhübschen
Polka-Dots:
Punkte, Pünktchen, Tupfen
Ribbon:
Schleife, Band
Rub-On:
wie Sticker, nur zum Aufrubbeln
Scalloped:
mit gewelltem Rand
Score Board:
Falzbrett
Scrapbook:
Sammelalbum; "scrap" bedeutet Fetzen, Schnipsel.
Scrapbooking:
das Gestalten von (Foto-)Albenseiten als Collagen
Sentiment:
wörtl. Gedanke, Gefühl. Beim Scrapbooking ein Wort oder ein Satz zur Verzierung oder Verdeutlichung, z.B. "You are my sunshine".
Shabby:
abgenutzt, heruntergekommen, verblichen
Shadowbox:
Schaukasten, Setzkasten
Sketch:
Schema einer geplanten Seite oder auch Karte
Stamping:
Stempeln
Stencil:
Kunststoffschablone mit Motiv zum farbigen Gestalten. Die Begriffe "stencil", "template" und "mask" werden anscheinend nebeneinander für das Gleiche benutzt, nicht nur von deutschen Bastelwebseiten, sondern auch von den amerikanischen Herstellern. Ich zumindest kapier nicht, ob und wo der Unterschied sein soll. Eine Schablone kann das Motiv selbst abdecken, so dass nur die Umgebung koloriert wird, oder umgekehrt. Mir ist aber nicht aufgefallen, dass die beiden Arten unterschiedlich benannt würden. Wenn jemand die Verwirung auflösen kann, dann immer her damit!
Szenestempeln:
mit mehreren Stempeln ein Bild mit Motiven im Vorder- und im Hintergrund gestalten
Tag:
Anhänger, Etikett
Template:
s. → Stencil
Twine:
Kordel, Garn
Unmounted:
unmontiert, d.h. Stempelgummi ohne Holzblock oder Haftfolie. Man macht selbst daraus einen Holzstempel oder einen Cling Stamp.
Vellum:
hochwertiges Transparentpapier, ca. 110 g/cm²
Vintage:
altmodisch, alt
Washi-Tape:
gemustertes, wieder ablösbares Klebeband aus Reispapier, leicht transparent
Zoll:
s. → Inch

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